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1.Mai Naziaufmarsch nun doch in Schweinfurt!

Nachdem das Antifaschistische Recherche Team Nordbayern (art-nb) die Planungen für einen Aufmarsch am 01.Mai 2010 in Würzburg öffentlich gemacht hatte, sahen sich die Neonazis offenbar gezwungen an einen anderen Ort auszuweichen. Die zweite Wahl traf nun die, ebenfalls in Unterfranken gelegene, ca. 50 km entfernte Stadt Schweinfurt!

Mehr dazu demnächst hier ;-)

Quelle:http://www.art-nb.de/?p=341

Hausprojekt Liebig 14 in Berlin kurz vor der Räumung!

„Vom Gerichtssaal auf die Straße“

Das autonome Wohn- und Kulturprojekt Liebig 14 steht kurz vor der Räumung. Am 13.11.2009 fand der letzte Prozess gegen das Hausprojekt in der Liebigstraße 14 in Berlin statt. Wie vorauszusehen war, wurde der juristische Kampf um die bestehenden Mietverträge verloren. Jetzt gilt es einer drohenden Räumung auf anderen Ebenen etwas entgegenzusetzen!

Das Haus in der Liebigstraße 14 wurde 1990 nach Leerstand besetzt und erlangte 1992 Einzelmietverträge mit der Wohnungsbaugesellschaft Friedrichshain (WBF). Seit der Besetzung bietet das Projekt gemeinschaftlich verwalteten Wohnraum für Menschen verschiedenster Altersgruppen und Herkunft sowie Platz für kulturelle Veranstaltungen und politisch- emanzipatorische Arbeit. Im Jahr 1999 wurde das Haus an die LiLa GbR verkauft, bestehend aus den Gesellschaftern Suitbert Beulker und Edwin Thöne. Mit dem Eigentümerwechsel begann eine Reihe von aggressiven Maßnahmen gegen die Bewohner_innen und die kollektive Wohnform. Wie z.B. die Räumung der Gemeinschaftsräume im Erdgeschoss 2007 und dem Abbau einer Zwischentür im Treppenhaus, welche von den BewohnerInnen notwendigerweise anstelle der einzelnen Wohnungstüren eingesetzt worden war. Diese musste letztendlich auch als Kündigungsgrund herhalten.

Die Liebig 14 positioniert sich gegen gesellschaftliche Ausgrenzung und Unterdrückung jeglicher Art und bietet kollektiven Wohnraum für politisch Interessierte und vom profitorientierten Wohnungsmarkt Ausgeschlossene. Die selbstorganisierte Hausgemeinschaft ermöglicht zudem ein solidarisches und selbstbewusstes Auftreten im Umgang mit „Hauseigentümern“ und drohender Verdrängung.
Die Verdrängung unkommerzieller Projekte ist eine der Folgen der umfassenden Aufwertung der Innenstadtgebiete (Gentrifizierung). Modernisierung von günstigem Wohnraum und die dadurch steigenden Mieten sind eine folge kapitalistischer Verwertungslogik. Dadurch findet vor allem eine Verdrängung einkommensschwacher Menschen statt.
Organisierte Hausgemeinschaften, wie sie in Hausprojekten existieren, ermöglichen von Gentrifizierung betroffenen Mieter_innen, sich gegen drohende Verdrängung effektiv zur Wehr zu setzen. Daher ist der Kampf für den Erhalt eines Autonomen Hausprojektes als exemplarisch für den Widerstand gegen Gentrifikation zu begreifen.

Gerade in letzter Zeit kam es in Berlin zu einem Schlag der staatlichen Repressionsorgane gegen Einzelpersonen sowie linksradikale Strukturen. Menschen wurden festgenommen, Hausprojekte gerazzt, keine 2 Wochen später wird das Wohnprojekt in der Brunnenstrasse 183 geräumt und kurz darauf ein Jugendlicher in einem Park von Zivilpolizisten angeschossen. Darauf gab es bereits viele Antworten, jedoch gilt es auch nach vorne zu blicken und sich auf kommende Ereignisse vorzubereiten um nicht weiter in die Defensive zu geraten. Eine Räumung der Liebig 14 kommt für uns nicht infrage. Zeigen wir gemeinsam, dass wir keinen Bock haben auf diesen Staat und seine Repression, dass wir keinen Bock haben auf Fremdbestimmung und dass wir keinen Bock haben auf kapitalistische Verwertungslogik. Wir wollen das wirklich schöne Leben – nicht übermorgen, nicht morgen, sondern jetzt!

„Wenn sie sich mit eine_r von uns anlegen, legen sie sich mit uns allen an.“

Die Liebig 14 ist in Berlin Teil einer Struktur linksradikaler Freiräume, in denen versucht wird, die Einflüsse gesellschaftlicher Ausgrenzungs- und Unterdrückungsmechanismen wie z.B. Rassismus, Sexismus, Homophobie möglichst gering zu halten. Doch geht es nicht darum, sich in der eigenen schönen Welt auszuruhen, sondern um den Anspruch, mit den Ideen eines Lebens ohne Kapitalismus, Hierarchien und Unterdrückung in die Gesellschaft zu intervenieren. In Angesicht dessen wäre der Verlust eines Raumes, in dem dies praktisch erprobt und für einige Menschen erfahrbar gemacht wird nicht hinzunehmen. Das Vorgehen gegen eines unserer Kultur- und Wohnprojekte ist mit ein Angriff auf alle, die dieses und ähnliche Projekte nutzen aber auch auf alle, die mit den Ideen und Ansprüchen des Projektes die Gesellschaft erreichen wollen. Darum seid Solidarisch und unterstützt den Kampf um den Erhalt der Liebig 14.

Kapitalistischen Normalbetrieb stilllegen!
Wir bleiben alle!

mehr Infos

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Gedanken zum 1.3.1.2.

wir dokumentieren ein Flugblatt welches am 13.12.09 in Würzburg in den Umlauf kam…

Kriminell ist das System, und nicht unser Widerstand!

Die Frage, ob wir uns überhaupt in irgendein Polizeikonzept einfügen lassen sollten, eine Demo anmelden sollten, können wir spätestens seit der „Fight Fortress Europe“ Demo am 05.09.2009 mit Nein beantworten! Das Polizeiaufgebot sowie die Auflagen waren eine Zumutung. Der so wichtige „freiheitliche“ Charakter einer Demonstration konnte nicht gewahrt werden. Daraus haben wir gelernt:

Wir müssen uns nicht erst legitimieren lassen, um unseren Unmut, den die kapitalistische Gesellschaftsform hervorbringt, in einer spontanen Versammlung auszudrücken.
Genau ein Jahr ist es nun her! Die meisten von euch, die dieses Flugblatt in diesem Moment lesen, werden dieses Ereignis sicher noch in Erinnerung haben. Am 13. Dezember 08 kam es in der Würzburger Innenstadt zu spontanem Protest, hervorgerufen durch den vorangegangenen, von einem Polizisten verübten Mord an einem Jugendlichen in Athen.
Samstag, eine Woche zuvor: nach einer verbalen Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe linker Jugendlicher und der Polizei, sank einer der Autonomen von Schüssen getroffen zu Boden, die ein Polizist, angeblich zur Selbstverteidigung, abgegeben hatte. Daraufhin kam es landesweit zu Demonstrationen, heftigen Straßenschlachten und zahlreichen Besetzungen, denn in der griechischen radikalen Linken brach nach diesem Vorfall die schon lange schwelende Wut über erfahrene staatliche Repression, Polizeigewalt und die vorhandenen gesellschaftlichen Widersprüche hervor. Der Schuss auf einen Genossen verursachte in Griechenland einen Flächenbrand. Es kam zu wochenlangen Straßenschlachten, die von großen Teilen der Bevölkerung getragen wurden. Der Leistungs- und Konkurrenzzwang, die Perspektivlosigkeit, die sozialen Unterschiede die der Kapitalismus den Menschen aufzwingt entluden sich in purem, gerechtfertigtem Hass. Das Fass war übergelaufen!

Aufgrund des Mordes und der anhaltenden Revolte versammelten sich am 13. Dezember 2008 nun auch in Würzburg an die hundert Personen, um sich mit den griechischen Demonstrant_innen zu solidarisieren. Im Verlauf dieser Solidaritätsaktion wurden neun Genoss_innen festgenommen. Es liefen und laufen Verfahren unter anderem wegen schwerer Körperverletzung, Landfriedensbruch und versuchter Gefangenenbefreiung. Die im Nachhinein erfolgten Repressalien gegenüber der lokalen linken Szene wurden in Anquatschversuchen gegenüber Genoss_innen, sowie in Anklagen gegenüber diesen deutlich. Eine Aktivistin z. B. wurde nun aufgrund mehrerer Auseinandersetzungen mit Nazis zu einer Woche Knast sowie einer Bewährungsstrafe von 3 Jahren verurteilt. Desweiteren steht in den Bewährungsauflagen dass sie keine linken Veranstaltungen besuchen darf. Dies nehmen wir als ein vom Staat ausgehendes Mittel sozialer Ausgrenzung wahr. Das Gericht ist eine Institution des bürgerlichen Staates, ein Staat, den wir als radikale Linke ablehnen und bekämpfen, da er eine Gesellschaftsform absichert, die zu Armut, Hunger und Krieg führt.

Unser Ziel, die radikale Veränderung dieser Gesellschaft, ist es, das dem bürgerlich-kapitalistischen Staat ein Dorn im Auge ist und auch der Grund ist für die Einrichtung von Spitzel-, Repressions- und Aufstandsbekämpfungsdiensten wie dem Verfassungsschutz, dem Staatsschutz, der kasernierten Bereitschaftspolizei, den Landeskriminalämtern mit ihren, nach politischen Feinden differenzierten, verdeckt operierenden Spezialeinheiten und der Bundeswehr, die im Falle von „Notständen“ schon heute im Inneren der BRD gegen Aufständische, also z.B. streikende Arbeiter_innen eingesetzt werden kann. Soziale Bewegungen haben in der BRD schon immer mit Repression, Schikane und Einschüchterungen zu kämpfen. Repression ist ein unverzichtbares Element in der kapitalistischen Gesellschaft. Sie soll die Funktionsweise des Systems gewährleisten und gegen jegliche emanzipatorische Bestrebungen aufrecht erhalten. Daraus folgt logischerweise, dass eben diese Bestrebungen, dieser Widerstand, der auf die Überwindung des kapitalistischen Systems abzielt, mit Gewalt beantwortet wird. Wir stellen das autoritäre Gewaltmonopol des Staates jeden Tag aufs Neue in Frage.

Also, Schluss mit dem Verzicht, Schluss mit dem sozialen Frieden, Schluss mit dem zahmen Protest, denn eines ist klar: Unser Widerstand wird nur dann erfolgreich sein, wenn Staat und Kapital ihn wirklich zu spüren bekommen. Egal ob es darum geht, die über die Jahrzehnte erkämpften Rechte zu verteidigen, unsere Lebensbedingungen zu verbessern oder in die Offensive zu gehen bis hin zum Kampf um das, was uns wirklich zusteht: der gesellschaftlich produzierte Reichtum für alle und die Produktionsmittel in die Hände aller und das überall!
Für einen anständigen Aufstand!

Golondrina Roja (Rote Schwalbe) – Redical Left Würzburg
A.A.U. – Anarchistisches Aktionsbündnis Unterfranken

KuPuK-Soli-Party am 05.12. im Rosenkeller!

Im Dezember finden erneut Kupuk-Parties statt.
Die erste am 5. Dezember im Rosenkeller (Würzburg). Eintritt erfolgt so gegen 22 Uhr.
Es erwarten dich nette DJs, gute Musik, Infos zu KuPuK, veganes Essen. Der Eintritt ist frei, es gibt Bier für 1,50 und Longdrinks.

Was Kupuk genau ist:

KuPuK e.V. ist der Verein für Kultur, Politik und Kritik aus Würzburg.

Wir sind ein Zusammenschluss von Leuten, die die Unzufriedenheit mit den kommerziellen sowie städtischen Vergügungsbetrieben in Würzburg eint. In Würzburg fehlte und fehlt uns ein Ort, dessen Konzept und Programm einen kritischen, alternativen Anspruch beinhalten. Daher wollen wir Räumlichkeiten für einen Freiraum in selbstbestimmter Abhängigkeit anmieten, um Lesungen, Vorträge, Konzerte, Ausstellungen und weiteres zu veranstalten.
Ein Freiraum deshalb, weil uns der Raum die Freiheit geben soll, in einem von uns selbst gesteckten Rahmen Veranstaltungen zu organisieren.

Die Selbstbestimmung unseres Projekts ist uns dabei besonders wichtig: wir möchten einen Ort für unsere Art von Kulturarbeit schaffen, dessen kritischer Anspruch nicht von Vorneherein durch eine Umarmung der städtischen Kulturbeauftragten erstickt wird. Kurz gesagt also: das Projekt soll so unabhängig von städtischer Vermittlung als möglich sein. Selbstbestimmung in diesem Sinne bedeutet auch, dass wir verhindern wollen, den Weg anderer alternativer Zentren zu gehen: das Projekt soll abhängig sein von dem freiwilligen, unbezahlten Engagement „für die Sache“, und somit die Transformation von alternativem Kulturzentrum zu einem Vergnügungstempel mit Alternativanstrich von vorneherein ausschließen.

Zwar in gewissem Sinne selbstbestimmt, aber trotzdem nur selbstbestimmt abhängig sind wir, da der Verein natürlich nicht den absoluten Freiraum für sich proklamieren kann, da man wie jedes Projekt den stummen ökonomischen und administrativen Imperativen ausgeliefert ist.

Seit einigen Monaten sind wir auf der Suche nach passenden Räumlichkeiten und versuchen erst einmal, uns durch Soli-Aktionen und Mitgliederbeiträge ein finanzielles Polster zu schaffen.

Alles in allem ein sehr unterstützenswertes Projekt!
Deshalb kommt zahlreich und nehmt noch ein paar Leute mit.

Kupuk-Party

Hört auf zu studieren – fangt an zu begreifen!

Aus der Unzufriedenheit mit den unserer Ansicht nach kritiklosen Protesten gegen die Veränderungen im Bildungssystem ist in Würzburg ein hierzu passender Text erschienen, dessen Inhalt wir uns anschließen.

Die Langeweile? Sie trägt jede_r Einzelne von uns mit sich. Das ganze Leben werden wir von ihr berichten können, außer wir machen verrückte Dinge. Doch was scheint uns schon als verrückt? Verrückt ist das was abweicht? Nein, das ist der Moment in dem wir uns fühlen als wären wir frei, sorgenlos und ohne jegliche Pflichten. Es wäre verrückt das zu glauben, doch manchmal verspüren wir ein solch eigenartiges Gefühl, was uns veranlasst für eine kurzen Moment ein Hauch von Freiheit in unser gegenwertiges Gemüt aufzunehmen, manchmal scheint es, als können wir es verinnerlichen. Der Schein trügt. (mehr…)




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